... was bedeutet EMPFINDUNGS – und AUSDRUCKSMALEREI 

... unter der Überschrift: „ VERTREIBUNG AUS DEM PARADIES“ ? !

... es ist tragisch, wenn wir es erst bemerken, was wir alles durch unser Denken und Handeln verlieren können, wenn wir es bereits verloren haben ... 
 

Der Ursprung des Wortes Kunst kommt von: Kunde, verkünden, künden

 ... in der gezeichneten Linie, in der aufgetragenen, gemalten Farbe sind die Lebenseinstellungen, die Persönlichkeit und Charakterzüge desjenigen zu erkennen, der sie gestaltet oder aufträgt ? !
Darüber täuschen selbst die Grundlagen und Kriterien der Bildenen Kunst nicht hinweg ...
... ich kann weder zeichnen noch malen, mit meinen Arbeiten wäre die Aufnahme in einer Kunsthochschule kaum möglich ... ich habe es gar nicht erst versucht, sondern mich von vorn herein in diese Fachbereiche und Vorlesungen geschmuggelt und auf diese Weise einige Semester an den verschiedenen Hochschulen studiert ...
Diese Studien der Grundlagen und ihre Härte habe ich eher als Bremse meiner Ausdrucksformen erlebt, allerdings greife ich doch immer wieder bewusst oder unbewusst, mit einem Lächeln auf das mir dort vermittelte Handwerk zurück ... ich bleibe jedoch der unbelehrbare Schüler, der eigentlich gar nicht malen und zeichnen kann ...
und so sind meine Arbeiten eher geprägt von meinem Leben, als von Richtlinien und Grundsätzen der offiziellen Schule der Malerei, die ich in den verschiedenen Akademien kennen gelernt habe.
Meine Malerei ist fest mit meinem Leben verwickelt, sie begleitet mich und sie ist sichtbarer Ausdruck meiner Empfindungen, Gedanken und Gefühle – sie ist Selbstgespräch, Aufschrei meiner Seelenschmerzen, Ausdruck meines Glücks, meiner Liebe und meiner Freuden – diese Kunst geschieht in völliger Hingabe, in einer entfesselten Leidenschaft, frei und ungezähmt, wie alles, was mir wichtig und wertvoll im Leben ist. ...

Die Art, wie  ich alles  beobachte, erlebe und in mich aufnehme, hat meine Sichtweisen,  mein Denken und Handeln geprägt und diese ungebändigten, leidenschaftlichen Gefühle und einen ungestillten Lebenshunger nach allem Schönen heftig aufgeweckt und ist Ausdruck dessen geworden, das was mir wirklich wichtig ist für mein Leben auch ohne Kompromisse durchzusetzen, zu gestalten und wirklich zu tun. 

Langeweile, Gleichgültigkeit und Lieblosigkeit bekommen keinen Raum und keine Zeit in meinem Kopf ... und meinem Tag. 
Ich habe zu viel Machtmissbrauch am eigenen Leibe erfahren müssen und meine Augen haben zu viel Elend, Leid und Sterben, im körperlichen und im geistigen Sinne gesehen. Diese schlimmen Erfahrungen haben sich wie ein Mahnmal in mir aufgerichtet, an dem ich nicht vorbei komme kann, ohne mich zu stoßen.

All diese Zusammenhänge bilden meine Grundkenntnisse und Richtlinien für das Zeichnen und Malen meiner Bilder, und all das schreibe ich, weil ich dies kund tun will, weil ich mich einmischen will in den Zeitgeist, so wie ich unseren Zeitgeist erlebe – was ich für Erscheinungsbilder beobachte und was mich belastet, mich unruhig, ärgerlich und unwillig macht – aber ebenso meine Freuden, mein Glücklichsein und die Liebe.Einmischen in die Grenzlinien des Erlebnis- und Empfindungszeitgeistes zwischen den  Generationen und Geschlechtern und deren unbewusste oder bewusste Akzeptanz.
Einmischung durch Ansteckung, sich die Mühe zu machen meine mir eigenen Gefühle zuzulassen, sie in mein Bewusstsein zu holen und mit meinen Träumen und Gedanken zu verbinden, um sie dadurch bewusst und ausgiebig zu erleben und zu leben, Leidenschaften und Hingabe zu entdecken und auszuleben, starke Gefühle und leise Empfindungen an die Stelle von Gleichgültigkeit, Langeweile, Oberflächlichkeit und Stumpfsinn zu setzen.

Wo wohl in unserem modernen Zeitgeist der modernen Erleichterungen, eine Epidemie des Stresses, Burnoutsyndrom, fragwürdiger Krankheitsbilder, moderne Formen der Einsamkeit und Gefühlsarmut, der Drang nach Psychotherapie und ? ? ? sich ausbreitet – wo diese Erscheinungsbilder der Zeit, in unseren nahezu unbegrenzten Möglichkeiten bis hin zum Extremen ... dumm, dekadent und peinlich anmuten, im Angesicht der Zustände 
( Diktaturen, religiösem Fanatismus, einhergehend mit schlimmer Armut und brutaler Gewalt)  in den meisten Ländern unserer Erde. 
Wir  müssen nicht unsere Gedanken und Gefühle dafür einsetzen, damit wir überhaupt am Abend etwas zu Essen haben, wir hätten die Zeit unsere Gefühle und Empfindungen zu leben ! ! !
Stattdessen eine Verarmung unserer Gefühlswelt? Die Sucht oder Trägheit sich unterhalten zu lassen – eine ganze Industrie lebt mit Milliardengeschäften davon ... sich nur nicht den eigenen Gedanken aussetzen, sie nicht zulassen, ihnen keinen Raum 
und keine Zeit geben – Gesprächspartner: fernsehen, ständige Geräuschkulissen, oftmals einfach nur nebenbei, ohne hinzuschauen oder hinzuhören –  ? !

 und es läuft der Fernseher und er wird auch nicht einmal abgeschaltet – wenn Besuch kommt
 ... immer läuft irgendetwas, keine Stille und Ruhe für die eigenen Gedanken ... 
wir haben so viel Zeit und dennoch stehen wir im Dauerstress ! ? und fühlen uns total kaputt - Zeitgeist ? die eigenen Gefühle, Gedanken, Sehnsüchte und Träume ! ?
Wo wir sie uns doch leisten könnten ...

Das alles ist Empfindungs- und Ausdrucksmalerei ! ?
... sie ist das sich leiten lassen beim Malen, von den Gefühlen und Empfindungen in mir
... ist, die Welle so darzustellen, wie ich sie empfinde und nicht so, wie z.B. ein Foto sie einfangen würde
... bedeutet die Freiheit des Geistes, geleitet über die gestaltende, lockere Hand – das Aufbrechen und Überwinden von Barrieren – Mut und Wagnis
... ist, meine Hand, als Verbindung meiner Sinne zu meinem Papierbogen
... bedeutet, selbst ich kann malen in diesem Sinne, ohne malen zu können in deren Sinne ...
... die Auflösung von guten und schlechten Bewertungen durch Zweite und Dritte

 Wenn ich die Gelegenheit habe, meine Art und Weise der Malerei zu vermitteln, begegne ich oft als erstes einer hilflosen Sprachlosigkeit und Unsicherheit oder einer lähmenden Starre 
... große Kreise, schwungvolle Linien, frei und ausufernd in alle Richtungen – das Starre lösen, auflösen und aufbrechen, wie die ersten Knospen den kalten und starren Winter überwinden und sich frei und selbstbewusst zum Lichte strecken. 

So nutze ich diese Gelegenheit, darzulegen, wie ich meine Art der Kunst verstanden wissen will – in diesem eigenständigen Verständnis meiner Empfindungs- und Ausdrucksmalerei, als eigenständige Stilrichtung, als Ausdruck und Kunde der eigenen Gedanken, Empfindungen und Gefühle.

Ich arbeite und male, weil es mir auf der Seele brennt, um mein eigenes Leid zu mildern, mich in wohltuenden Stimmungen zu baden - und ich spüre es deutlich, wenn Menschen mir schreiben, weil sie meine Bilder berührt haben und anfragen, dass ich mir diese Mühe und Arbeit machen muss, wenn es mein Anspruch ist, dieses auch so zu vermitteln und zu leben – Punkt ! ? 


 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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